Mobilität im Internet statt im Auto

Das Internet nimmt einen immer größeren Raum in unserem Leben ein. Arbeiten im Web sowie  pflegen der sozialen Netzwerke haben eine hohe Attraktivität. Da bleibt manches auf der Strecke. Einer neuen Studie zufolge (KSTA 29.3.10, Seite 4) verlieren gerade junge Menschen die emotionale Bindung zum Auto. Gemäß der Studie besaßen noch vor 10 Jahren gut 80 Prozent der unter 35-jährigen ein Auto. Heute sind es weniger als 75 Prozent. 
Die Gründe dafür sind vielfältig: Das öffentliche Verkehrsnetz ist inzwischen gut ausgebaut; Billigflieger erreichen mittlerweise jeden Punkt der Erde; mit dem Auto nach Spanien zu fahren, ist nicht mehr sexy. Außerdem gibt es genügend Carsharing-Angebote, wo sich kurzfristig ein geeignetes Fahrzeug anmieten lässt. Autofahren ist für diese Generation anscheinend zu stressig, während das entspannte Sitzen im Zug sich locker zur Arbeit am Notebook im Internet einlädt.

Die Konsequenzen sind natürlich sinkende Verkäufe in der Automobilindustrie. Aber was viel entscheidender ist, der persönliche Kontakt sinkt ebenfalls durch die virtuelle Pflege der „sozialen“ Netzwerke.
Und kein virtuelles Netzwerk kann den echten, persönlichen Kontakt ersetzen.

Quelle. Kölner Stadtanzeiger vom 29.3.10