Düstere Zukunftsaussichten für Kinder
Das Ergebnis des 2. UNICEF-Berichts zur Lage der Kinder in 21 Industrienationen (taz vom 15.1.10) ist erschreckend für Deutschland. Rund 25 Prozent der Kinder sehen ihre Zukunftsperspektive deutlich schlechter als in den anderen Industrienationen, so der Bericht. Diese Kinder erwarten, dass sie nach Beendigung der Schule nur Arbeiten mit deutlich niedriger Qualifizierung ausüben werden. Keine gute Prognose für unser Land, dass mit einer alternden Bevölkerung zu kämpfen hat. Wenn jetzt auch noch 25 Prozent der heute Jugendlichen eine pessimistische Perspektive sehen, dann lässt das hoffentlich nachdenklich werden. Gefragt sind nicht nur die Politik, sondern auch die Unternehmen. Immer wieder betonen diese, wie wichtig ihnen qualifizierte Mitarbeiter sind. Aber wenn gleichzeitig überall in den Medien weiterer Stellenabbau publiziert wird, wird die resignative Einstellung unserer Jugendlichen ( und damit unserer Zukunft) nachvollziehbar.
Was kann getan werden: Einerseits müssen wir den Jugendlichen helfen, die düstere Perspektive anzulegen, sonst wird sie zur self fullfilling prophecy. Andererseits benötigen wir die Unterstützung der Unternehmen, die verstärkt ausbilden und gerade jungen Menschen eine Perspektive bieten. Denn die jungen Menschen von heute sind unsere Rentenversicherung von morgen.
