Erster kurzer Erfahrungsbericht mit HiDrive von Strato

Vor ein paar Tagen erfuhr ich per Zufall von der Aktion bei Strato: HiDrive für 3 Monate kostenfrei, Anmeldung bis 31.7.10.

Also habe ich mich schnell angemeldet (die Kontodaten muss man trotzdem angeben; Strato rechnet natürlich damit, dass man nach der Testphase das HiDrive für 3,99 Euro im Monat weiter behält).

Warum HiDrive?

Ich bin seit längerem auf der Suche nach eine „Onlinefestplatte“, die mir verschiedene Möglichkeiten bietet:

1.     Abspeicherung von Daten jeglicher Art online (insbesondere Videos und Podcasts)

2.     Downloadmöglichkeit dieser Daten für ausgewählte Personen oder Gruppen

3.     Einrichtung verschiedenen Ordner

Es gibt bei einigen anderen Anbietern bisher nicht alle diese Features. Microsoft bietet unter http://www.officelive.com/de-DE/ einen Dienst an, der auf 5 GB begrenzt ist. Filesharing und individuelle Ordner funktionieren gut. Allerdings gehen keine Videos und Podcasts, alle anderen Dateiformate schon. Unter http://www.windowslive.de/Skydrive/ bietet Microsoft sogar 25 GB an, mit ähnlichen Einschränkungen wie oben. Allerdings ist beides kostenfrei, was ich persönlich sehr gut finde. 

Google bietet nur einen Dokumentenservice an bei 1 GB Speicherplatz.

Was mir bei Strato momentan gefällt, ist der Upload von Videos und Podcasts. Ich möchte in Zukunft über meine Website den Besucher mehr Informationen per Video und Podcasts zukommen lassen. Da die Datenmenge die größer ist als das Fassungsvermögen der Website, suchte ich eine Alternative. Strato HiDrive scheint da ganz gut zu sein.

Wo ich immer noch zögere, ist mein Misstrauen bezüglich Cloud Computing. Solange nicht bessere Sicherungen für die Websites geschrieben werden, werde ich auch keine geschäftlichen Infos z.B. bei Strato ablegen. Allerdings bin ich auch der Meinung, dass Cloud Computing die Zukunft sein wird, wenn die Onlineverbindungen besser und schneller und die damit verbundenen Kosten wesentlich geringer als heute sein werden.

Schauen Sie einfach mal bei www.strato.de rein.

Mindmappen und Diktieren auf dem IPod Touch

Seit einer Zeit befinde ich mich im Besitz eines IPod Touch. Was ich in diesem Blogeintrag zum Besten geben möchte, sind meine Eindrücke und Erfahrungen über 2 Apps (Applications = Softwareanwendungen).

Nach längerem Zögern habe ich mir das App „IThoughts“ für 5,99 Euro gekauft. Es handelt sich hier um eine Mindmappingsoftware. Ich bin seit über 20 Jahren eifriger Anwender von Tony Buzans Mindmappingmethodik, sowohl auf Papier als auch per Softwareprogramme (Mindjet, Freemind, Mind42). Kleine Ideen wie auch große Projekte habe ich mit Mindmapping konzipiert und durchgeführt.

IThoughts ist ein sehr gutes Programm, auch für den relativ kleinen Bildschirm des IPod Touch. Es ist einfach zu benutzen und in seiner Vielfalt sehr angenehm. Absolutes Highlight des Programm sind die unterschiedlichen Speicherformate: insgesamt 10 verschiedene Speichermöglichkeiten von PDF über Freemind, XMind, Mindmanager 6 und 8 bis zu IMindmap sind möglich. Die Übertragung auf den PC ist einfach: entweder per WLAN-Verbindung oder per Mail. Dann ist das Mindmap auf dem PC weiter bearbeitungsfähig. Eine Übertragung bearbeiteter Maps vom PC auf den IPod ist ebenfalls per Wlan möglich.

Fazit: Eine klasse Software

Eine weitere gute Software ist Dictamus. Es handelt sich hier um eine Diktiersoftware, die aus dem IPod ein sehr gutes Diktiergerät macht. Da ich selbst inzwischen sehr viele Podcasts besprochen habe, war ich immer auf der Suche nach einem geeigneten Gerät. Dictamus habe ich in der kostenfreien Lightversion ausprobiert. Die nimmt zwar nur Clips von 30 Sekunden Länge auf, aber zum Experimentieren hat es gereicht. Einen neuen Podcast habe ich mit der Lightversion aufgenommen (insgesamt 8 Aufnahmeteile waren nötig) und habe diese Teile mit der Software Audacity zu einem Podcast zusammengesetzt. Die Kaufversion lässt Aufnahmen von 90 Minuten zu. Sehr komfortabel ist die Software mit 2 Features: zum einen kann ich an eine bestimmte Stelle zurückspulen und einen Satzteil neu aufnehmen bzw. übersprechen und andererseits kann ich an jeder Stelle auch noch einzelnen Wörter oder Satzteile einfügen. Für mich 2 äußerst komfortable Funktionen. Diese Feature gibt es bei Diktiergeräten erst in einer Preisklasse ab 450,- Euro aufwärts. Die Klangqualität ist übrigens Spitze. So kann ich jetzt jederzeit und an jedem Ort meine Podcasts aufnehmen.

Fazit: Für 7,99 Euro ein tolles App fürs Diktieren.

Übrigens: Beide Apps funktionieren natürlich auch auf dem IPhone

Alterspyramide: Erneutes Überlegen

Die Alterspyramide entwickelt sich zu unseren Ungunsten. Soweit ist das keine neue Meldung. Was allerdings überrascht ist immer noch die weite Ignoranz dieses Themas in weiten Teilen der Bevölkerung. Wir müssen uns allerdings schnellstens Gedanken machen, was zu tun ist, denn die Zeit zum Handeln wird knapp.

Zu den Tatsachen:

1. Die Bevölkerung wird älter. Praktische Folge davon ist, dass die arbeitende Bevölkerung einen Rentner länger finanzieren muss als bisher. Zwischen 5 bis 10 Jahre kommen da zusammen und stellen eine enorme Belastung aller Rentenkassen (gesetzlich, privat und betrieblich) dar.

2. Da durch die fehlenden Neugeburten Beitragszahler nicht vorhanden sind, verschiebt sich das Verhältnis Beitragszahler zu Rentner auf 3 zu 1 im Jahr 2020. Im Jahr 1960 war das Verhältnis 1 zu 10! Die Folgen sind erhöhte Zahlungen der verbleibenden Beitragszahler. Dieses Geld fehlt beispielsweise für notwendige Investitionen in vielen anderen Bereichen z.B. Schule, Soziales, Infrastruktur. Alternativ erhält der Rentner weniger Geld, was allerdings zu einer Einschränkung der Lebensqualität führen wird.

3. Der Pflegeaufwand wird steigen. Sowohl im finanziellen als auch  

personellen Bereich. Wenn die Menschen älter werden, werden sie auch möglicherweise länger pflegebedürftig. Steigende Zahlen bei Demenz- und Alzheimerkranken belegen dies.

Es wandern hierbei notwendige Ressourcen aus dem produzierenden und kreativen Bereich in den pflegenden Bereich. 

Deutschland wird darunter leiden und möglicherweise Verluste in der wirtschaftlichen Entwicklung erleiden. Außerdem werden wir externe Hilfe in Anspruch nehmen müssen. Dazu werden wir ausländische Pflegekräfte ins Land holen, um den gestiegenen Pflegebedarf einigermaßen kostengünstig zu gestalten.

4. Um Mitarbeiter zu halten und zu gewinnen, müssen die Unternehmen neue Formen der Mitarbeitergewinnung etablieren. Zusätzlich zum firmeninternen Kindergarten werden auch eigene Altersheime gehören. Hier kümmern entsprechende Fachkräfte um die Eltern der Mitarbeiter. Nur so kann Fachpersonal für das Unternehmen gewonnen und gehalten werden.

5. Der „Krieg“ um Mitarbeiter generell wird hart geführt. Das Angebot an Arbeitsplätzen wird die Nachfrage übersteigen. Firmenzusammenschlüsse werden steigen, Synergien in der Wertschöpfung zwischen Produzent und Lieferant zunehmend gesucht und ausgeschöpft.

Alle Unternehmen werden sich kreative Lösungen für dieses Problem überlegen müssen (siehe auch Punkt 4).

6. Neue Formen des Wohnens müssen erprobt und erfahren werden. Ältere Menschen können auf Kinder aufpassen und ältere Kinder können auf Rentner aufpassen. Was in der Vergangenheit als Mehrgenerationenfamilie funktionierte, wird wiederbelebt werden müssen. Nur so werden wir die zukünftigen Probleme lösen können.

Wir müssen uns mit diesem Thema stärker auseinander setzen. Die gesellschaftlichen Gefahren aus den Nichtbeachtung sind groß. Es darf einfach nicht sein, dass wenige junge und arbeitsfähige Menschen viele alte, nicht mehr arbeitsfähige Menschen ernähren und betreuen. Der volkswirtschaftliche Schaden wird immens sein. Wir benötigen dringend funktionierende Modelle zur Lösung des Problems.