Schöne neue Multimediawelt Teil 2

Gestern habe ich n meinem Blog über die neue Multimedia geschrieben. Heute morgen fand ich im Magazin des Kölner Stadtanzeigers den Artikel „Muss es immer Apple sein – Konkurrenz  für das IPad“ einen interessanten Artikel über die Mitbewerber von Apple. Alle Nachahmermodelle sind wesentlich besser ausgestattet als das IPad, werden aber den Kultstatus von Apple nicht erreichen.
Was allerdings viel interessanter ist, ist die Tatsache, dass einige der Feature die ich gestern beschrieb, schon heute Realität sind.

So ist beispielsweise das Archos 9 mit einem TV-Tuner ausgestattet und ermöglicht den Fernsehempfang.
Andere Hersteller bauen die passenden Schnittstellen (USB) ein, versorgen das Pad mit viel Speicherplatz, einer Webcam sowie die Möglichkeit, mit dem Office-Paket zu arbeiten. GPS-fähig sind die Pads noch nicht, aber das ist nur ein Frage der Zeit.

Was mich noch etwas stört, ist die Größe des Geräts. Doch auch hier wird die Entwicklung zu einem kleineren Gerät sicherlich noch kommen. Es fehlt nur noch ganz wenig zur Erfüllung meiner Vision.

 

Quelle: Kölner Stadtanzeiger 29.6.2010 www.ksta.de/magazin

Schöne neue Multimediawelt - die Idee einer Vision

 

In meinem Vortrag „Quo vadis Trainer – Training der Zukunft“ beschäftige ich mich auch mit dem Einsatz neuer Medien, den Möglichkeiten des Internets mit seinen Auswirkungen auf die Arbeitswelt und Weiterbildung.

Ich möchte Ihnen hier die Idee einer Vision vorstellen, wie wir in Zukunft kommunizieren und arbeiten werden.

Ausgangspunkt meiner Gedanken ist das IPhone. Mit diesem Gerät sind wir inzwischen in der Lage, eine vielfältige Kommunikation durchzuführen. Wir telefonieren damit, wir senden SMS oder MMS, wir gehen damit ins Internet, organisieren Informationen, versenden Mails. Gleichzeitig lassen wir uns auch vom IPhone unterhalten, sei es durch Musik, Videos oder Spiele.

Meine Idee geht jetzt noch einen Schritt weiter. In 5 – 10 Jahren wird jeder wird ein Gerät ähnlich wie das IPhone besitzen. Wir werden alle unsere tägliche Kommunikation und Arbeit über dieses Gerät erledigen. Eine Trennung zwischen Handy, Organizer, IPhone und PC gibt es nicht mehr. Es gibt nur noch ein Gerät für alles!

Die Übertragungsgeschwindigkeit ist inzwischen so groß, dass sie schneller als ein Festnetzanschluss ist. Deshalb wird dieses Gerät zusätzliche Angebote wie Fernsehen, Radio und bisher noch nicht entwickelte neue Technologien beinhalten.

Außerdem sind die laufenden Kosten so niedrig, dass jeder ein solches Gerät erwerben kann. Festnetzanschlüsse sind nicht mehr notwendig. Die hier vorher notwendigen Investitionen in Bauarbeiten und Kabelverlegung können jetzt in das Funknetz verlegt werden.

Weiterhin wird das Gerät sprachgesteuert sein. Alle Eingaben sind nicht mehr per Tastatur erforderlich. Ein interner Übersetzer transformiert das gesprochene Wort in Text, sofern es notwendig ist.

Mit der eingebauten Kamera sind Videotelefonate, Fotos und Scans von Dokumenten möglich.

Das Gerät wird den PC weitestgehend ersetzen. Mit einer Funkschnittstelle sind Bildschirm, Tastatur, Maus und andere Peripheriegeräte anschließbar wie wir es bisher vom PC gewöhnt sind. Die Software zur entsprechenden Bearbeitung von Texten, Tabellen und Präsentationen ist im Web vorhanden. Für aufwändigere Arbeiten wie Bilder oder Sounddateien werden wir doch noch einen leistungsfähigen PC benötigen.

Da es inzwischen auch schon die ersten Handys mit Beamertechnologie gibt, beispielsweise das Samsung i7410, ist die Projektion von Videos oder Bilder überall denkbar.

Da in 5 – 10 Jahren auch die SDHC-Cards über ein riesiges Speichervolumen verfügen und dabei preiswert sind, wird die lokale Speicherung kein Problem sein.

Auch das Angebot von Speicherplatz im Web wird zunehmen. Heute gibt es schon Anbieter, die 5 oder bis zu 20 GB kostenfreien Speicherplatz online zur Verfügung stellen.

Welche Auswirkungen wird dieses Gerät auf unsere Arbeit und Weiterbildung haben?

Grundsätzlich können wir alles überall machen. Eine Trennung von Arbeit und Freizeit wird es nicht mehr geben, die Übergänge sind fließend. Die Kommunikation zwischen den Menschen wird intensiver, gleichzeitig aber auch persönlich distanzierter. Da wir unsere sozialen Kontakte mal eben schnell über das Web erledigen können, wird möglicherweise der persönliche Kontakt sich anders gestalten.

Der physische Arbeitsplatz ist nicht mehr so wichtig, da überall gearbeitet werden kann. Das gilt allerdings nicht für alle Arbeitsplätze. Wer im Supermarkt an der Kasse sitzt, wird dies in Zukunft auch noch tun müssen. Wer über einen Büroarbeitsplatz verfügt oder als Dienstleister selbständig ist, für den ist dies fast schon Alltag.

Allerdings bringt diese neue Form der Arbeit natürlich klassische Führungsmodelle durcheinander, andererseits ist die Disziplin des einzelnen Mitarbeiters stark gefordert. Wer selbständig ist, kennt diese Herausforderungen; weiß aber auch, wie gut und produktiv sich in dieser Konstellation arbeiten lässt. Das Wort von der „Digitalen Boheme“ macht hier die Runde.

Lernen kann überall stattfinden. Wer sich für neue Themen interessiert, kann sich Webinaren oder Onlineseminaren jederzeit anschließen und lernen, wann und wo man will. Mal eben schnell einen App herunterladen und überall für den Segelschein lernen, ist heute ohne weiteres möglich.

Präsenzseminare werden zwar abnehmen, aber an Qualität hinzugewinnen und intensiver für den einzelnen Teilnehmer werden. Es wird zu einer intensiven Verzahnung von Online- und Präsenzlernen kommen.

Abendschulen, Universitäten aber vielleicht auch die Grund- und weiterführenden Schulen müssen sich Gedanken über diese neue Form des Lernens machen und wie dies sinnvoll in den Alltag integriert werden kann sowie zu einem erfolgreichen Schul- und Studienabschlüssen führt.

Insgesamt wird das kleine Gerät zu einer ziemlichen Revolution in unserem Arbeitsleben und unserer Freizeit beitragen. Und ich bin gespannt darauf, welche anderen Auswirkungen es noch haben wird.

Der Podcast zum Thema