Konsum wie blöde, aber nur mit 2 Jobs

Wenn Sie in den letzten Tagen die Zeitung aufschlugen, lasen Sie bestimmt solche Erfolgsmeldungen: „Der Handel ist zufrieden“; „Die Konsummaschine läuft wieder“; „Zufriedenheit überall.“

Ja, das ist gut für die Wirtschaft und gut für die Unternehmen. Ob es gut ist für die Arbeitnehmer, bleibt abzuwarten. Die Unternehmen sind nicht gerade freigiebig in der Verteilung der Gewinne.

Das der Konsum allerdings mit teilweise 2 Jobs finanziert wird, macht nachdenklich. Laut einer Untersuchung des AWD hat sich die Anzahl der Zweitjobs in den letzten 2 Jahren vervierfacht. Auch wenn das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung andere Zahlen hat, ist der steigende Trend zum Zweitjob vorhanden. Die Gründe sind teilweise eindeutig: gestiegene Energiekosten, gestiegene Lebenshaltungskosten, gestiegenen staatliche Kosten (zur Gegenfinanzierung der Krise). Demgegenüber stehen nur moderate Lohn- und Gehaltserhöhungen. Eine problematische Lage. Wenn Sie weiter anhält, haben wir bald amerikanische Verhältnisse. Es ist volkswirtschaftlich nicht sinnvoll, die Arbeitnehmer am Erfolg der Unternehmen nicht teilhaben zu lassen.